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Richtig heizen …

Zumindest können alle Bewohner von hwg-Wohnungen das, bei denen eine Etagenheizung eingebaut ist. Die weißen Kästen in der Größe eines ordentlichen Koffers hängen meist im Bad oder in der Küche und zischen gelegentlich vor sich hin. Sie werden mit Gas betrieben und springen nur an, wenn Wärme benötigt wird. Es gibt unterschiedliche Fabrikate und Ausführungen in den Wohnungen der hwg, aber alle haben eine Warnleuchte- für Störungen. Sollte diese Warnleuchte aufblinken, hilft manchmal der Druck auf einen Entstörknopf, um die Zündung wieder in Gang zu bringen. In hartnäckigeren Fällen bitte die hwg anrufen.

HeizungWenn die Etagenheizung aber munter vor sich hin rauscht und es dennoch nicht warm wird, liegt es an der Steuerung der Heizung. Alle Etagenheizungen der hwg werden über einen Raumthermostat gesteuert. Der ist meist ganz offensichtlich im Wohnzimmer angebracht, also in dem Raum, in dem man sich am meisten aufhält. Am Thermostat kann man die Raumtemperatur einstellen, normalerweise sollte man 20° wählen, empfindliche Gemüter bevorzugen 21°. Wer dem Thermostat nicht glaubt, dass dessen 20° auch wirklich 20° sind, der kann ja mit einem Handthermometer nachmessen und gegebenenfalls nachregeln. Der nächste Blick sollte dann auf die Drehventile an den Heizkörpern fallen. Im Zimmer mit dem Raumthermostat sollten die Ventile vollständig geöffnet sein. Alles andere wäre so, als ob man im Auto mit Vollgas fährt und gleichzeitig die Handbremse angezogen hat: Da kann nicht die volle Leistung auf die Straße kommen. Denn die Temperatur am Raumthermostat gibt die höchste Gradzahl an, die erreicht werden soll. Wenn dann die Heizkörperventile zu weit geschlossen sind, fordert ggf. der Raumthermostat weiter Wärme an (Vollgas), obwohl die Heizköper, weil schon durch das Heizkörperventil verschlossen (Bremse), keine mehr liefern können.

Verschiedene Zimmer benötigen verschiedene Wärme

Also: Temperatur am Raumthermostat einstellen und in -diesem Zimmer alle Ventile ganz öffnen, dann stimmt schon mal die Grundeinstellung in diesem Zimmer. Jetzt zu den anderen. Denn nicht überall wird diese Wärme benötigt.- In der Küche kann es gut und gerne nur 18 ° sein, da heizen Herd und andere Geräte noch was dazu. Aber das ist eben Geschmacksache – oder Geldangelegenheit.

Im Korridor kann es ebenfalls etwas kühler sein, das bedeutet aber: Türen schließen, sonst heizen die anderen Räume den Flur mit und nichts ist es mit der Einsparung. Im Schlafzimmer, sagen die Experten, reichen 16 Grad aus, kühl schläft es sich besser. Keinen Gewinn übrigens bedeutet es, im Schlafzimmer die Heizung ganz abzustellen: Wenn das Zimmer ganz auskühlt, gibt es schneller Schimmel, weil die kalte Luft nicht so viel Wasser aufnehmen kann. Das, was man beim Schlafen ausatmet oder -schwitzt, wird dann nicht in der Luft gebunden, sondern schlägt sich an den Wänden nieder.

Etwas wärmer als im Wohnzimmer darf es dagegen im Kinderzimmer und im Arbeitszimmer sein. 22 ° gestehen- einem die Experten dort zu. Klar, Kinder achten nicht auf Warm und Kalt, die haben plötzlich eine Erkältung und beim Stillsitzen am Schreibtisch wird auch jedem Menschen schneller kalt als in Bewegung. Wenn Sie es dort also etwas wärmer haben wollen, sollten Sie die Steuerung am Raumthermostat etwas anders einstellen: den Thermostat auf 22° einstellen, im Wohnzimmer die Heizkörperventile aber zwei Zacken runter (ein Zacken bedeutet ein Grad), damit dort nur 20 Grad erreicht werden, und in den anderen Räumen entsprechend: Voll auf im Kinder/Arbeitszimmer, vier Zacken runter in Küche und Korridor, sechs Zacken runter im Schlafzimmer. Wenn Sie die Raumtemperatur in den einzelnen Räumen eingeregelt haben, sollten Sie auch die relative Luftfeuchtigkeit in den Räumen überprüfen: Ein optimales Wohnklima erhält man bei einer Raumtemperatur von 20 - 22 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 40-60 Prozent. Zum richtigen Heizen gehört nämlich auch richtiges Lüften: Kurz und heftig für fünf bis zehn Minuten die Fenster öffnen und für Durchzug sorgen, um die verbrauchte Luft schnell rauszuschaffen ohne die Wände auszukühlen. Denn kalte Wände müssen mit höherem Energieaufwand wieder aufgeheizt werden. Und an kalten Wänden bildet sich schnell Schimmel.

steuerungNachts und im Urlaub gelten andere Regelungen

Die Raumthermostate in den hwg-Wohnungen beherrschen übrigens alle automatisch die sog. Nachtabsenkung. Weil die meisten Menschen nachts schlafen und die Wohnung nicht so warm zu sein braucht, senkt der Raumthermostat alle Räume um 5° ab. Mehr wäre nicht sinnvoll, weil sonst am Morgen zu viel Energie fürs erneute Aufheizen draufgeht. Sie brauchen also nicht von Hand alle Ventile an den Heizkörpern zuzudrehen, wenn Sie einen Raumthermostat haben. Das geschieht vollautomatisch.

Wer seine Wohnung zum Skiurlaub oder sonstwie länger verlässt, sollte übrigens die Heizkörper keinesfalls ganz abdrehen! Anders wäre nämlich schlecht, weil eingefrorene Leitungen meist eine Menge Ärger machen, der sich auch direkt in einer Menge Geld für Reparaturen Luft macht.

Diese Artikel stammt aus der Mitgliederzeitung …

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