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Birnenkompott!

Die EU schafft bis 2016 die Glühbirnen ab. Schon seit September 2009 gibt es die leuchtstarken 100-Watt-Lampen sowie alle matten Glühbirnen nicht mehr zu kaufen, die schwächeren folgen später (siehe Tabelle). Nach Ansicht der Brüsseler Behörde sollen wir stattdessen Energiesparlampen verwenden – egal, ob wir deren Licht schön finden oder sie wegen des das darin enthaltenen Quecksilbers nur im Sondermüll entsorgen können. Es gibt Argumente für und gegen diesen Umstieg. im Folgenden wollen wir beide Seiten vorstellen.

Ablauftabelle

Seitdem Thomas Alva Edison im Jahre 1880 ein Patent für Glühbirnen erhielt, glühen Fäden in luftleeren Glaskörpern, wenn Strom durch sie fließt. Damit soll jetzt Schluss sein, denn tatsächlich verwandeln Glühbirnen nur fünf Prozent des Stroms in Licht. Der Rest hilft dabei, die Wohnung zu heizen, im Winter ganz angenehm, im Sommer aber völlig überflüssig. Und zu allen Jahreszeiten kann die Heizung das billiger.

Daher macht es Sinn, über die Lichtquelle nachzudenken, wenn man Energie sparen möchte. Und wer möchte das in Zeiten von steigenden Preisen und schmelzenden Polkappen nicht? Aber: In normalen Haushalten werden 80 Prozent der Energie für die Heizung verbraucht, die Beleuchtung ist ein vergleichsweise geringer Faktor. Doch auch kleine Schritte führen zum Ziel, wird sich die EU gedacht haben. Energiesparlampen benötigen – bei gleicher Helligkeit – nur ein Fünftel des Stroms einer Glühlampe. Die Neonröhre sogar nur ein Zehntel. Noch effizienter sind LEDs – nur die hinken in der Leuchtstärke und teilweise in der Haltbarkeit noch etwas hinterher. (siehe auch: Heft 11/2009 Stiftung Warentest) Bei allen Lampen aber ist das Empfinden der Menschen das Ausschlaggebende: Neonröhren gibt es seit Jahrzehnten und deren Licht wird von Vielen abgelehnt, denn selbst den warmen Röhren fehlt ein Teil des roten Farbspektrums, das die Empfindung des „warmen“ ausmacht.

Auf Heller und Pfennig

Legt man eine Lebensdauer von 8 000 Stunden zu Grunde, dann spart eine Energiesparlampe von 11 Watt gegenüber der 60-Watt-Glühbirne, die gleich hell leuchtet, grob gerechnet rund 66 Euro. Für eine 3-Zimmer-Wohnung ergibt das knappe 1000 Euro an Einsparung. (Quelle: ) Doch solche Rechnungen muss man mit Vorsicht genießen: Energiesparlampen halten unbestritten länger als Glühbirnen – wenn sie nicht an- und ausgeschaltet werden. Energiesparlampen erreichen bis zu 15 000 Stunden, Glühlampen nur 1 000 Stunden. Da rechnet sich der höhere Anschaffungspreis – sagt Stiftung Warentest 1/2009 und rät zu Markenprodukten: Sie haben viele Nachteile der preiswerteren nicht.

Schaltfestigkeit: Je häufiger eine Energiesparlampe an- und ausgeschaltet wird, desto mehr verkürzt sich die Lebensdauer. Daher werden sie gerne als Außenleuchten verwendet, die die ganze Nacht brennen. Im Flur eines Mietshauses mit vielen Parteien dagegen sind sie fehl am Platze.

Helligkeitsabfall: Energiesparlampen sind nicht immer
so hell, wie außen auf der Packung draufsteht. Da „schummeln“ die Hersteller schon mal, hat Stiftung Warentest nachgemessen. Und am Ende ihrer Leuchtzeit fällt die Helligkeit dann noch einmal ab.

Startzeit: Energiesparlampen brauchen manchmal Minuten, um hell zu leuchten. Auch hier hat Stiftung Warentest herausgefunden, dass es große Unterschiede gibt und tendenziell die teureren Lampen die besseren sind. ()

CO2-Bilanz und Entsorgung: Ein starkes Argument gegen Energiesparlampen ist, dass nach wie vor gar nicht klar ist, wie viel Energie sie wirklich sparen. Denn nicht nur die Energie beim Leuchten sollte man dabei betrachten, sondern den gesamten Produktionsweg und die Entsorgung. Dazu gibt es bisher keine grundlegende Studie. Doch die Energiesparlampen haben ein sog. Vorschaltgerät. Diese Elektronik steckt unsichtbar von außen im Sockel vieler Energiesparlampen – und wird mit ihr weggeworfen. Und einfach wegwerfen kann man Energiesparlampen nicht, man muss sie entsorgen. 1,5 Milligramm Quecksilber sind in jeder Lampe enthalten, ohne gäbe sie keinen Funken Licht ab. Daher darf man Energiesparlampen – wie auch Neonröhren – nicht in die Mülltonne werfen, sondern nur an bestimmten Stellen abgeben. In Herten ist das der Zentrale Betriebshof Herten (Zum Bauhof 5), in Waltrop der Ver- und Entsorgungsbetrieb Waltrop (Im Wirrigen 36). Weitere Sammelstellen z.B. in Recklinghausen oder Datteln finden Sie unter

Wer jetzt denkt, dass er fein raus ist, weil er Halogenlampen in der Wohnung verwendet, der hat die Rechnung ohne die EU gemacht: Auch ein großer Teil der Halogenlampen wird Zug um Zug verboten, wenn auch mit längeren Fristen. Auch die Halogenbirnen sind keine echten Energiesparer, liefern aber ein helles, brillantes Licht wie herkömmliche Glühlampen und verfügen somit über eine deutlich höhere Lichtausbeute. Auch ist die Lebensdauer höher. Besonders energiesparend sind Niedervolt-Halogenlampen mit Infrarot-Beschichtung (IRC): Sie verbrauchen etwa 40 Prozent weniger Energie als Glühlampen. Nicht ganz so sparsam sind Hochvolt-Halogenlampen, die es auch mit dem Standard--Sockel E-27 gibt. Diese Hochvolt-Halogenlampen mit Schraubsockel sparen gegenüber der Glühlampe aber noch ca. 35 Prozent Energie – und sie können, im Gegensatz zu den meisten Energiesparlampen, auch gedimmt werden. Auch ist das Farbspektrum der Halogenbirne dem der klassischen Glühbirne näher als dem der Energiesparlampe. – Alle diese Regelungen betreffen nur den Verkauf von neuen Lampen – die zu Hause vorrätigen darf man selbstverständlich weiter nutzen. So weit reicht auch der Arm der EU nicht. Auch für die Produktion einer „alten“ Glühbirne wurde Energie, sprich CO2, aufgewendet; schmeißt man also eine noch funktionierende Glühbirne weg, war deren Produktion überflüssig. Daher sollte man nicht mit dem Austausch unnötig in Hetik verfallen.

Letztlich: Glühbirnen werden verboten, unumstrittene und optimale Alternativen sind aber (noch) nicht am Markt. Daran nehmen viele Kritiker Anstoß, weil sie sich von der Brüsseler Bürokratie gegängelt fühlen und eine Einflussnahme der Lampenindustrie vermuten. Das mag übertrieben erscheinen, tatsächlich fehlt den Energiesparlampen (und etwas abgemildert gilt das auch für LED-Lampen) eine gleichmäßige Verteilung der Regenbogenfarben in ihrem Licht. Rote Farben fehlen am meisten, doch auch bei den anderen Farben bietet die Glühbirne den Verlauf, der dem Tageslicht am ehesten ähnelt. Daher ist es sehr wichtig, die richtige Lichtfarbe zu wählen. Die dem Glühlampenlicht ähnliche, warmweiße Lichtfarbe hat die Kennung 827: Darin steht die „8“ für gute Farbwiedergabe und „27“ für 2 700 Kelvin Farbtemperatur. Für spezielle Beleuchtungsaufgaben – zum Beispiel im Arbeitszimmer – gibt es Energiesparlampen mit neutralweißer (Kennung 840) und tageslichtweißer (Kennung 865) Lichtfarbe. Bei der Lichtfarbe muss der Verbraucher zukünftig entscheiden, was er will und was ihm gefällt.
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Es gibt mittlerweile viele Ersatzmöglichkeiten für die alte, klassische Glühlampe: In Ausssehen und Funktion am ähnlichsten sind die jetzt noch zugelassenen Halogen-Birnen mit E-27 Fassung. Bei diesen ist eine kleine Hochvolt-Halogen-Birne von einem klassischen Glaskolben umhüllt. Diese Lampen sind auch uneingeschränkt dimmbar. Von den Energiesparlampen, die im allgemeinen nicht dimmbar sind, gibt es mittlerweile viele Versionen: die ursprüngliche Stabform, Formen, die der klassischen Birne nachempfunden sind und die, zumeist für höhere Lichtleistigungen gedacht, in Spiralform. Achtung: Beim Rein- und Rausdrehen diese Sorten nur am Sockel anfassen, ansonsten besteht die Gefahr, dass man die Spirale abdreht.

Diese Anleitung stammt aus der Rubrik „Ratgeber Baumarkt” der Mitgliederzeitung …

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Vorsicht!

Hier riecht es nach Arbeit. Aus der Rubrik Ratgeber Baumarkt unserer Mitgliederzeitung finden Sie hier wechselnd Anleitungen und Informationen, jeweils von uns getestet. Etwas handwerkliches Geschick kann nicht schaden. Aber wenn z.B. auch der Mieter der Nachbarwohnung an Ihrem frisch eingeschlagenen Nageldübel ein Bild aufhängen kann: Nutzen Sie diesen Link zur Abteilung Technik/Reparaturen.

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