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Lichtan

Laue Sommernächte und die Plagegeister …

Der Sommer mit seinen heißen Tagen und den lauen Nächten verlockt ja dazu, die Fenster weit zu öffnen, um etwas Abendkühle in die Wohnung zu bekommen. Oder – wer ihn hat – bevölkert den Balkon und sitzt dort mit gemütlichem Kerzenlicht, bis die Nacht ganz hereingebrochen ist.

Das ist die Stunde der heimtückischen Fliegeviecher, die sich still und leise am Fensterrahmen vorbeidrücken und oben auf dem Schrank oder hinterm Fernseher verstecken, bis der Mensch Türen und Fenster geschlossen hat, um ins Bett zu gehen. So lange machen sie kein Geräusch und halten sich schön im Hintergrund. Aber kaum, dass man die Zähne geputzt und die Nachttischlampe aus- geknipst hat – bsssssss geht es im Sturzflug auf einen los. Fast könnte man meinen, die Blutsauger könnten im Dunkeln sehen, wo meine Ohren sind und wollten direkt da rein fliegen. Heftiges Gefuchtel – im Finsteren natürlich völlig nutzlos, dann – zack, Suchscheinwerfer an. Also Nachttischlampe. Und dann kommt das nächste Geheimnis, über das die Tierfilmer der Welt noch mal dringend einen Streifen drehen sollten: Selbst auf weißer Rauhfaser kein Schatten zu finden! Weg! Vom Erdboden verschwunden!! Können die die Tapetenfarbe nachahmen? Dann am Ende doch noch Jagdglück: Das Mückenvieh hat seinen letzten Sumser getan. Aber der Fleck auf der Wandbeklei- dung ziert die Wohnung nicht wirklich.

Dabei soll es doch Mittel und Wege geben, das Nachtflugverbot wenigstens im eigenen Schlafzimmer durchzusetzen und die Mistviecher draußen zu halten. Denn sie sind zwar klein, aber es gibt Netze, die sind noch engmaschiger, da passt diese Menschheitsqual nicht durch. Und weil wir nicht in Südamerika oder Afrika wohnen, sondern in Herten (oder Waltrop), muss es auch kein Moskitonetz über dem eigenen Bett sein. Obwohl das auch helfen würde. Man kann solche Netze auch direkt am Fenster anbringen.

Doch ein Wort vorweg: Der Wohnungsbestand der hwg ist Genossenschaftseigentum. Und das heißt, dass man als Mieter einer Wohnung dafür zu sorgen hat, dass dieses Eigentum nach dem Auszug auch genau in dem Zustand ist, in dem es bei Einzug war. Schraublöcher in Fensterrahmen gehören zu den Veränderungen, die nicht akzeptiert werden. Damit verbietet sich das Anbringen von Fliegentüren und -gittern, deren Befestigung aber Schrauben in den Fenstern erfordern. Das wäre vielleicht noch zum Blumengießen praktisch, wird aber nicht geduldet.
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Dennoch bleiben genügend Wege, sich gegen Mücken, Fliegen und anderes Gesumms zu schützen. Die eine Möglichkeit ist ein Insektennetz mit Klettverschlüssen. Im Baumarkt gibt es sie in allen Größen: Mit der Schere werden die Netze ungefähr passend geschnitten. Schmale Klettbänder mit Klebeband werden in den Fensterrahmen geklebt und die Netze darauf festgedrückt. Natürlich muss man später darauf achten, dass dieses Klettband rückstandsfrei wieder entfernt wird. Am einfachsten geht das noch im Oktober, also direkt nach der Sasion. Dann ist der Kleber noch frisch und flexibel.
Die Mückennetze behindern nicht beim Öffnen oder Schließen der Fenster und auch nicht beim Putzen. Und wer einen Blumenkasten davor wässern muss: Mit einer Hand lassen sich die Netze vom Klettband lösen, die Blumen gießen und danach das Netz wieder andrücken. Fertig. Übrigens: Schwarze Netze hindern den Durchblick weniger als weiße, passen aber nicht immer zum Fenster. Da muss man sich entscheiden: Praktisch denken oder ästhetisch.

Diese Netze vor den Fenstern lassen die unschönen Tierchen zunächst gar nicht in die Wohnung. Doch wer die Netze nicht anbringen möchte, kann sich auch dann noch wehren, wenn die Quälgeister die Wohnung schon erobert haben. Duftstoffe sind die eine Möglichkeit. Viele Menschen vertrauen auf Pfefferminzöl, auch bekannt als japanisches Heilpflanzenöl, das Mücken auf Abstand von der Schlafstätte halten soll. Einige werden nun einwenden, dass bei dem Geruch dann allerdings auch für sie nicht mehr an Schlaf zu denken sei. Auch andere Duftrichtungen können helfen: Lavendel, Zitronenmelisse, Zimt, Sandelholz und auch Eukalyptus. Nelkenöl hingegen riecht nicht nur für die meisten menschlichen Nasen streng. Wespen finden den Geruch normalerweise ebenfalls nicht attraktiv und suchen das Weite. Menschen allerdings, die an chronischen Erkrankungen der Atmungsorgane oder an Allergien leiden, sollten mit Duftölen vorsichtig sein. Beim Verdampfen solcher Öle in Duftlampen oder -schalen kann es zu Atemproblemen oder Allergieanfällen kommen. Viele Öle sind schon, weil sie heiß werden, für Kleinkinder gefährlich. Soll kein Duftöl verdampft werden, können auf der Tafel in einer netten Grillrunde Orangen und Zitronen, die mit Gewürznelken gespickt sind, platziert werden.

Bei der Abwägung Wirkung vs. Gesundheit sind auch die Meinungen über die so genannten Elektroverdampfer geteilt: Die Geräte werden in eine Steckdose gesteckt und verbreiten den Stoff Pyrethrum bzw. die verwandten Pyrethroide. Deren Wirkung ist unbestritten, nur die Nebenwirkungen wie Schleimhautreizung, Kopfschmerzen oder manchmal auch Übelkeit sind nicht so ganz ohne. Für Afrikareisende, die ja Gefahr laufen, durch Mückenstiche mit Malaria angesteckt zu werden, sind die Verdampfer eine gute Möglichkeit, den Schlafraum Mückenfrei zu halten. Doch selbst für diese Anwendung warnt die Uniklinik Düsseldorf unter Berücksichtigung individueller medizinischer Aspekte (z.B. Vorerkrankungen, regelmäßig eingenommene Medikamente, Schwangerschaft oder Kinderwunsch) vor den Nebenwirkungen. Andererseits sind diese Wirkstoffe auch in vielen Mitteln gegen Kopfläuse wie Goldgeist oder Jacutin enthalten, die ja auch zur Anwendung bei Kindern zugelassen sind. Die Einschätzung der Nebenwirkung sollte also jeder für sich treffen.

Stiftung Warentest hat in Heft 5/2010 noch drei Geräte unter die Lupe genommen, die mit Schall oder UV-Licht, den Mücken den Garaus machen wollen – alle drei wurden als untauglich bewertet.

DSC4461aFliegen, Wespen und Bienen hingegen sind anders als Mücken mit einer einfachen Falle zu fangen: Eine Plastikflasche auseinander sägen oder schneiden und den Flaschen- hals nach unten wieder zusammenstecken. Ideal ist es, wenn zwischen Boden und Flaschenhals noch fünf Zentimeter Luft bleiben. Vier Zentimeter davon füllt man mit einem Gemisch aus süßem Saft (Orange, Cola, o.ä.) einem Esslöffel Essig und einem Tropfen Spülmittel auf. Sinn der Sache ist, dass der süße Saft die Tiere anlockt, sie in den Trichter der umge- drehten Flasche reinfliegen und den Weg raus nicht wieder finden.

Wer alle beschriebenen Wege der Insektenvertilgung nicht beschreiten möchte, für den bleibt der klassische Fliegenfänger an der Decke und/oder die Fliegenklatsche.

 

Diese Anleitung stammt aus der Rubrik „Ratgeber Baumarkt” der Mitgliederzeitung …

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Vorsicht!

Hier riecht es nach Arbeit. Aus der Rubrik Ratgeber Baumarkt unserer Mitgliederzeitung finden Sie hier wechselnd Anleitungen und Informationen, jeweils von uns getestet. Etwas handwerkliches Geschick kann nicht schaden. Aber wenn z.B. auch der Mieter der Nachbarwohnung an Ihrem frisch eingeschlagenen Nageldübel ein Bild aufhängen kann: Nutzen Sie diesen Link zur Abteilung Technik/Reparaturen.

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