„hallo: wie gehts?“

Die Mitgliederzeitung der hwg

Dreimal im Jahr erscheint die Mitgliederzeitung „hallo: wie gehts?“. Sie wird unseren Mitgliedern kostenfrei ins Haus geschickt. In der Zeitung können Sie Informationen, Tipps und Termine rund ums Wohnen bei der hwg nachlesen. Und, was uns auch wichtig ist: Menschen kennenlernen, die von sich erzählen. Denn wir glauben, dass gute Nachbarschaft eine von den Voraussetzungen ist, die aus einer Wohnung ein Zuhause machen.
Wenn Sie etwas zu erzählen haben, sei es ein besonderes Hobby, eine spezielle Lebensgeschichte oder ein besonderer Beruf, würden wir gerne die anderen Mitglieder durch eine Reportage daran teilhaben lassen.
Die Ausgabe der letzen zwei Jahre sind direkt verfügbar – wenn Sie eine ältere Ausgabe suchen, schauen Sie bitte unten im Archiv nach.

Auch wenn Eigenlob nicht so gut daher kommt – müssen wir sagen: Unsere Zeitung ist gut, sogar so gut, dass sie den ersten Preis für die beste Mitgliedszeitung vom Verband der Wohnungswirtschaft gewonnen hat.
Redaktionell wird die Zeitung von Stefan Gruner betreut.

Stefan Gruner

Tel. 02366/1009-17, E-Mail

hallo: wie gehts? 49

Themen der 49. Ausgabe

  • Bildung für alle: Volkshochschule Herten

  • Vereine vor Ort: Der Schachverein Waltrop von 1922

  • Ratgeber Baumarkt: Fast alles kann man mieten …

  • Soziale Beratung: Erste Wohnung – alles easy?

  • Mitgliederportrait: Feuerwerk – Große Bühne für René Osterhage

  • Kirchen u. Gotteshäuser: St. Joseph Süd

hallo: wie gehts? 48

Themen der 48. Ausgabe

  • Kohle aus – Liebe auf dem zeitem Blick

  • Vereine vor Ort: Ausbildungspaten

  • Ratgeber Baumarkt: Vinylboden verlegen

  • Soziale Beratung: Im Krankenhaus –was nun?

  • Mitgliederportrait: Fahr Rad mit Zimmers

  • Kirchen u. Gotteshäuser: Neuapostolische Kirche, Herten-Westerholt

hallo: wie gehts? 47

Themen der 47. Ausgabe

  • Vorhang auf! Theaterkultur vor Ort

  • Vereine vor Ort: Shanty-Chor Herten

  • Ratgeber Baumarkt: Über Leitern

  • Soziale Beratung: Selbsthilfegruppen

  • Mitgliederportrait: Bernd Edelmann – Intitiative einer  Selbsthilfegruppe

  • Kirchen u. Gotteshäuser: Schlosskapelle, Herten

hallo: wie gehts? 46

Themen der 46. Ausgabe

  • An der Halde Halt machen …

  • Vereine vor Ort: Lohburger Modellflug Sport-Club

  • Ratgeber Baumarkt: Kabelbinder

  • Soziale Beratung: Bürger-Engagement – Seele der Stadt

  • Mitgliederportrait: Reinhold Garbas – Mit Klimmzügen zur Berufung

  • Kirchen u. Gotteshäuser: Glaubensquartier Scherlebeck

hallo: wie gehts? 45

Themen der 45. Ausgabe

  • Abrechnungen

  • Vereine vor Ort: Förderverein Maschinenhaus Schacht V

  • Ratgeber Baumarkt: Putzmittel

  • Soziale Beratung: Palliativnetz Herten

  • Mitgliederportrait: Johannes Corzillius, Montags habe ich meist noch Nerven

  • Kirchen u. Gotteshäuser:
    Kapelle St. Laurentius in Waltrop

hallo: wie gehts? 44

Themen der 44. Ausgabe

  • Analog gespielt!

  • Mitarbeiterinportait: Ines Klein

  • Ratgeber Baumarkt: Heißkleber

  • Soziale Beratung: Pflegegrade sind neu

  • Mitgliederportrait: Werner Thieme, zwei Jahrzehnte Engagement für GerechtigkeitSelbsthilfegruppen

  • Kirchen u. Gotteshäuser: St. Josef, Herten-Disteln

Auf der Suche nach einer älteren Ausgabe der Mitgliederzeitung „hallo: wie gehts?“? Die gibts hier im Archiv:

Ratgeber Wohnen

Raumthermostat

Richtig heizen, lüften und sparen

Die Heizungen der hwg werden zumeist über einen Raumthermostat an der Wand im Wohnzimmer gesteuert. Hier kann man die Raumtemperatur einstellen, normalerweise sollte man 20 bis 21 Grad wählen. Der nächste Blick sollte dann auf die Drehventile an den Heizkörpern fallen. Im Zimmer mit dem Raumthermostat sollten die Ventile am Heizkörper vollständig geöffnet sein. Ansonsten kann das Raumthermostat nicht die Heizung in der Wohnung regulieren, denn die Temperatur am Raumthermostat gibt die höchste Gradzahl an, die erreicht werden soll. Wenn aber die Ventile am Heizkörper zu weit geschlossen sind, fordert ggf. das Raumthermostat weiter Wärme an, obwohl die Heizköper, weil schon durch das Heizkörperventil verschlossen, keine mehr liefern können. Die Heizung würde dann unnötig weiter laufen. Also wichtig: Temperatur am Raumthermostat einstellen und in ­diesem Zimmer alle Ventile ganz öffnen.
Nicht in allen Räumen wird die gleiche Wärme benötigt.­ In der Küche kann es gut und gerne nur 18 Grad sein, da heizen Herd und andere Geräte noch was dazu. Im Korridor kann es ebenfalls etwas kühler sein; im Schlafzimmer, sagen die Experten, reichen 16 bis 18 Grad aus, kühl schläft es sich oft besser. Keinen Gewinn übrigens bedeutet es, im Schlafzimmer die Heizung ganz abzustellen: Wenn das Zimmer ganz auskühlt, gibt es schneller Schimmel. Kalte Luft kann nicht so viel Wasser aufnehmen. Das, was man beim Schlafen ausatmet oder -schwitzt, wird dann nicht in der Luft gebunden, sondern schlägt sich dann an den kalten Wänden nieder. Ein optimales Wohnklima erhält man bei einer Luftfeuchtigkeit von 40 bis 60 Prozent. Zum richtigen Heizen gehört nämlich auch richtiges Lüften: Kurz und heftig für fünf bis zehn Minuten die Fenster öffnen und für Durchzug sorgen, um so die verbrauchte und zumeist feuchtere Luft schnell rauszuschaffen, ohne dass die Wände in der kurzen Zeit auszukühlen. Bei langem Lüften, z.B. mit den Kippfenster kühlt die Wand aus. Kalte Wände müssen mit höherem Energieaufwand wieder aufgeheizt werden.
Nachts und im Urlaub gelten andere Regelungen: Die meisten Raumthermostate in den hwg-Wohnungen beherrschen die sogenannte Nachtabsenkung, manchmal auch Spartemperatur genannt. Dabei senkt das Raumthermostat alle Räume um ca. 4 bis 5 Grad ab. Mehr wäre nicht sinnvoll, weil sonst am Morgen zu viel Energie fürs erneute Aufheizen draufgeht. Wer seine Wohnung zum Skiurlaub oder sonstwie länger verlässt, sollte übrigens die Heizkörper keinesfalls ganz abdrehen! Anders wäre nämlich schlecht, weil eingefrorene Leitungen meist eine Menge Ärger machen – und Kosten.

Putzmittel

Putz Weg

Folgt man der Werbung und den Produkten im Regal mit dem 99-Prozent-Versprechen, müssen im Haushalt vor allem Bakterien und Viren vernichtet werden. Dies ist aber ein Trugschluss, denn Bakterien sind überall und einige davon sogar wichtig. Zudem sind die Inhaltsstoffe vieler dieser keimfreien Putzmittel, meistens auf Chlorbasis, problematisch für die Haut und fördern die Ausbildung von Allergien. Stark desinfizierende Mittel machen nur Sinn in Ausnahmefällen, z.B. wenn ein Familienmitglied ansteckend mit Brechdurchfall erkrankt ist. Alternativ bieten sich Desinfektionsmittel auf Alkoholbasis an. Der Alkohol verflüchtigt sich schnell, und wenn man kurz lüftet, ist die Raumluft auch nicht weiter belastet. Doch sollte man vorsichtig mit lackierten Acryl­oberflächen sein. Denn einkomponentige, wasser­verdünnbare Acryllacke sind oft alkohollöslich.
Wenn wir schon bei den Keimen sind: Keimschleudern liegen vor allem in der Küche an der Spüle: die Spüllappen oder Schwämme. Laut Untersuchungen des TÜV Süd tummeln sich bis zu vier Millionen Mikroorganismen in einem Milliliter Wringwasser; davon sind 2500 Fäkalienkeime. Daher ist es wichtig, dass Spüllappen regelmäßig – mindestens einmal die Woche – mit in die Kochwäsche kommen!
Im Allgemeinen reichen im Haushalt drei Typen von Reinigern aus:
1. Allzweckreiniger. Sie sind gut fett- und schmutzlösend. Mit geeigneten Reinigungslappen lässt sich im Allgemeinen eine ordentliche Schmutzaufnahme erzielen. Wichtig ist aber auch die Dosierung. Zu viel Reinigungsmittel im Wasser führen nach dem Abtrocknen der Oberflächen oft zu einem leicht klebrigen Film, auf dem der Schmutz dann wieder schnell anhaftet. Ratsam ist es auch, ausreichend Wasser im Eimer zu haben und Wasser regelmäßig zu wechseln. Denn beim Reinigen und Wischen bleibt immer ein Rest von Flüssigkeit auf der gereinigten Oberfläche und trocknet auf. Und wenn dieser Rest aus dreckigem Wasser besteht, ist der Schmutz bestenfalls nur schön gleichmäßig verteilt.
2. Scheuerpulver oder Scheuermilch. Damit werden hartnäckige oder verkrustete Verschmutzungen an wenig kratz­empfindlichen Oberflächen entfernt. Hilfreich ist es ggf., ­solche Stellen mit etwas warmem Wasser einzuweichen.
3. Reiniger mit Säure. Säure löst Kalkablagerungen und ­Urinstein auf, zumeist wichtig in Bad/Dusche und WC. Fliesen, Glas und Kunststoff sind nicht säureempfindlich und lassen sich sehr gut damit reinigen. Nur ist leider Zement sehr säureempfindlich und damit auch die Fugen. Auf jeden Fall die Fugen vorher nass machen, damit der säurehaltige Reiniger nicht so tief in die Fugen endringen kann. Ansonsten werden die Fugen schnell rau und tief; Schmutz und die Pilze setzen sich dann noch schneller fest.
Noch eins ist sehr wichtig: Säurehaltige Reiniger ­dürfen nie mit Chlorreinigern in Verbindung gebracht werden. Es besteht dann die Gefahr, das Chlorgas entsteht; beim Einatmen kann es zu Verätzungen der Atemwege kommen!
Im Bad sind wir auch nah beim ­Thema Rohrreiniger. Gern verstopfen ja Haare im Verbindung mit den ölhaltigen Cremewaschlotionen den Abfluss. Doch viele der gängigen Produkte bestehen aus einem Granulat aus Aluminium und Natriumhydroxid. Mit Wasser vermischt entsteht eine chemische Reaktion, die Wärme und eine stark ätzende Lauge entstehen lässt. Leider löst sich oft das Aluminium-Granulat nicht ganz auf und es entstehen im Rohr feste Klumpen aus Aluminium. Die sind dann nur noch mit viel Aufwand und entsprechenden Kosten zu entfernen. Zudem werden Metalle, also der Siphon sowie Emaile und Glasuren erheblich angegriffen. Also auf den Einsatz dieser Mittel bitte unbedingt verzichten! Eine Alternative ist die Anwendung von Saugglocken aus Gummi, auch Pümpel genannt.

Historisches

Gründung und frühe Blüte

Die Gemeinden im Ruhrgebiet wuchsen um die Jahrhundertwende schnell. 1872 hatte Herten nur 870 Einwohner – bereits kurz vor dem zweiten Weltkrieg war eine Industriegemeinde mit knapp 20000 Einwohnern gewachsen. Für die Arbeiter gab es Kolonien mit primitiven sozialen Verhältnissen. Vor diesem Hintergrund gründeten die Gemeindeverordneten Schmidt und Schuhknecht 1919 den „gemeinnützigen Bauverein eGmbH“. In diesem Bauverein saßen, bis dahin undenkbar, Gemeindebeamte, Bergmänner und Arbeiter an einem Tisch.
Bereits 1919 wurden die ersten Bauprojekte begonnen. Die ersten 22 Grundstücke „in der Feige“ wurden unter rund 100 Bewerbern verlost. Schon 1920 konnten die ersten Häuser bezogen werden. Weitere 38 Häuser mit 52 Wohnungen wurden in den beiden Folgejahren fertiggestellt. Durch die Hyperinflation von 1923 wurde jede Kostenkalkulation unmöglich; die Bauprojekte mussten eingestellt werden. Ein Neubeginn war erst nach der Währungsreform 1923 möglich. Bis 1929 hatte der Bauverein 110 Häuser mit 218 Wohnungen errichtet. Der Bauverein übertrug den überwiegenden Teil der Häuser seinen Mitgliedern. Die Genossenschaft war auf 408 Mitglieder angewachsen.

1929-1945:
Zwischen Krise und Krieg

Wie in ganz Deutschland, stieg auch in Herten die Arbeitslosigkeit 1929 dramatisch an. Da die Mittel nicht mehr für weitere Wohnungsbauprojekte ausreichten, sank das Interesse am Bauverein. 1932 verlor die Genossenschaft 275 Mitglieder. Im Zuge der Machtergreifung 1933 übernahmen auch in Herten die Nationalsozialisten die wichtigen kommunalen Ämter. Auch die Genossenschaft kam in den Einfluss der lokalen Partei.
Erst 1936 wurde ein neues Wohnungsbauprojekt begonnen. Der Bauverein errichtete südlich der Westerholter Straße, unter erheblicher finanzieller Förderung, 52 sogenannte „Volkshäuser“. Die Wohnungen wurden 1937 unter rund 100 Interessenten von der Stadt Herten gemeinsam mit der Ortsgruppe der NSDAP vergeben. Wegen der großen Materialknappheit wurden alle weiteren Bauprojekte nach dem Ausbruch des Krieges eingestellt.

1945-1963:
Wohnungen für den Wiederaufbau

Auch wenn Herten von umfangreichen Zerstörungen verschont geblieben war, so war doch das öffentliche Leben der Stadt zum Erliegen gekommen. Für die 35000 Einwohner standen nur noch 7900 Wohnungen zur Verfügung. Verschärft wurde die Wohnungsnot durch den Zuzug von Flüchtlingen. Erschwert wurde die Bautätigkeit durch Baustoffmangel und fehlende Handwerker. Die Genossenschaft baute im Wesentlichen Eigenheime für ihre Mitglieder, aber auch verstärkt Mietwohnungen. Neben den Darlehen aus den Wiederaufbaumitteln wurden die Bauvorhaben mit städtischen Mitteln gefördert. So konnte die Genossenschaft in den zehn Jahren zwischen 1949 und 1959 insgesamt 678 Wohnungen bauen. Die Zahl der Mitglieder war bis dahin auf über 600 gestiegen. Die ehrenamtlich organisierte Genossenschaft vollzog in der gleichen Zeit den Wandel zu einem modernen genossenschaftlichen Wohnungsunternehmen. 1962/63 zog die „Gemeinnützige Wohnungsbaugenossenschaft Herten“ (GWG) 1962/63 an die Gartenstraße 49. In diesen Jahren ebbte auch der Bauboom der Nachkriegsjahre ab.

1963-1989:
Vom Wohnungsbau zur Wohnungswirtschaft

Da das Bauland immer knapper und teurer wurde, konnten die Eigentumsmaßnahmen nicht mehr in der bisherigen Form weitergeführt werden. Die Fokussierung auf die Schwerpunkte Baubetreuung und Mietwohnungsbau führte zu einer wirtschaftlichen Stärkung. Mit den sinkenden Zinsen zog auch die Baukonjunktur wieder an. Die Genossenschaft erwarb in mehreren Gebieten von Herten Bauland. Für die Mitglieder und für Dritte wurde an die 200 Wohnungen gebaut, meistens öffentlich gefördert.
Um der steigenden Inflation entgegen zu wirken, erhöhte die Bundesbank 1973 wieder die Zinsen. Der Zinsanstieg und die gestiegenen Baukosten wirkten sich negativ auf die Neubautätigkeit aus. Nur in der Sophien- und Nimrodstraße errichtete die Genossenschaft noch Mietshäuser.
1974 fusionierte die „Gemeinnützige Wohnstättengenossenschaft Herten“ mit der „Gemeinnützigen Baugenossenschaft Waltrop eG“.
Zu der Zeit ging der soziale Wohnungsbau stark zurück. Um den Mitgliedern auch weiterhin Wohnungen anbieten zu können, kaufte die GWG 1976 erstmals Mietshäuser an. Auch baute die GWG als Bauträger Häuser, um sie unmittelbar nach Fertigstellung zu verkaufen und so das Eigenkapital zu erhöhen.
Der eigene Mietwohnungsbau wurde nach Zinssenkungen ab 1977/78 wieder wirtschaftlich möglich. In der Folge entstanden Wohnungen an der Beethovenstraße, Kurt-Schumacher-Straße und im Baugebiet Sanders Hof. 1980 verfügte die Genossenschaft über 852 eigene Wohnungen. 

hwg- Herten Geschäftsstelle

1989-2009:
trotz Reduzierung der sozialen Förderung sozial geblieben

Im Jubiläumsjahr 1994, 75 Jahre HWG, gehörten der Genossenschaft 1572 Mitglieder an; 1059 Mietwohnungen sind im Bestand. Viele Häuser wurden in der Zwischenzeit mit neuen Türen, Fenstern, Balkonen, Dächern, Bädern, Kabelanschluss, Heizungen und Dämmung modernisiert. Es zeigt sich aber, dass die mit öffentlichen Mitteln geförderte Wohnungen nur schwer zu vermieten waren. Um die Sozialbindung aufzulösen, wurden für 250 Wohnungen die Baudarlehen vorzeitig zurückgezahlt. 2003 lief bei weiteren 338 Wohnungen die Bindung aus.
Der steigende Aufwand für die Verwaltung der Objekte machte ein größeres Bürogebäude notwendig. 1997 wurde hinter der bisherigen Verwaltung an der Gartenstraße ein ein neues Gebäude mit eigenen Parkmöglichkeiten und behindertengerechtem Zugang errichtet.
Als weiterer Service wurde 1996 eine soziale Betreuung für die Mitglieder aufgebaut. Diese Maßnahme als frühzeitige Antwort auf die auseinander driftendende Gesellschaft sollte insbesondere älteren Personen zugute kommen.

Neues Bauen in Herten mit der hwg

2009-heute:
Vom Wohnungsbau zur Wohnungswirtschaft

Im Jahr 2000 zählte die Genossenschaft 1643 Mitglieder; an Objekten: 1089 Wohnungen, zehn Gewerbeeinheiten und 392 PKW-Garagen/Stellplätze.
Bedingt durch die Nachfrage nach zeitgemäßem, höherwertigen Wohnraum wurden auch wieder Neubauprojekte in Angriff genommen.
2007/2008 baute die hwg im Waldviertel, einer exklusiven Wohnlage in Herten, sechs Dreifamilienhäuser (Theodor-W.-Adorno-Weg). Ein weiteres Doppelhaus wurde 2009 am Paschenberg fertiggestellt; Mitte 2011 wurde ein weiteres Haus am Rabenhorst mit sechs neuen Wohnungen fertig.
Im beliebten Hertener Stadtteil Disteln, dem Neubaugebiet „Goethe-Gärten“, baute die hwg 2012/13 ein komfortables Mehrfamilienhaus. Mit Balkon, ebenerdiger Dusche und Aufzug ausgestattet richtete es an den Bedarf der ältere Generation sowie Bürger mit Handikap.
Als weiteres Projekt wurden Ende 2013 acht Wohnungen in zwei Stadtvillen im Hertener Baugebiet Sonne+ fertiggestellt. Das Besondere an den Gebäuden ist: Die Siedlung sonne+ wird über ein Biogas-Blockheizkraftwerk mit Wärme und Strom versorgt. Deshalb benötigen die Häuser keine Heizungsanlage und keinen Heizungskeller.
In 2013 gab es auch eine Verjüngung in der Geschäftsführung. Dierk Volkenand, der 1962 als Lehrling bei der hwg begonnen hatte und die hwg prägte, ging zum 1. August 2013, nach 52 Jahren bei der hwg, in den Ruhestand. Der neue Geschäftsführer, Peter Griwatsch, ist seit 1990 bei der hwg und hatte schon seit 2009 Prokura.
2013 wurde zudem ein Projekt gestartet, welches die hwg noch einige Jahre begleiten wird: Das - in Analogie zur Straßenführung - genannte „Grünknie“. Die hwg baut an der Kirchstraße in Herten 32 Wohnungen in mehreren Abschnitten. Dazu wurden erstmals Gebäude aus dem Bestand, die weder wärmetechnisch noch schalltechnisch auf zeitgemäßen Stand zu bringen waren, abgerissen. Die neue Bebauung im „Grünknie“ besteht aus zwei- bis dreigeschossigen Häusern, wobei die unterschiedlichen Haustypen auf spezifische Lebensbedürfnisse der Bewohner eingehen. So sind z.B. viele Wohnungen mit direktem Zugang zum Garten besonders familiengerecht geplant. Die inovativen Grundrisse ohne Kellerräume gehen auf den heutigen Lebensbedürfnisse ein. 2015 konnten, nach nur zehn Monaten Bauzeit, die neuen Mieter in den ersten Bauabschnitt einziehen. Bereits 2016/17 folgte der zweite Bauabschnitt. Der dritte Bauabschnit ist zur Zeit in der Umsetzungsplanung.